Eigentlich dachte ich so etwas gibt es nicht mehr - ich wurde eines „besseren“ belehrt. Unglaublich, welcher Abfall immer noch in Hundefutter landet!
Grieben im Hundefutter – warum sie dort nichts verloren haben
Immer noch tauchen Grieben in Zutatenlisten von Hundefutter, Kauartikeln oder Snacks auf. Verpackt wird das Ganze gerne mit Begriffen wie „traditionell“, „natürlich“ oder „besonders schmackhaft“. Klingt gut — ist es aber nicht.
Denn nüchtern betrachtet sind Grieben kein hochwertiges Futtermittel, sondern ein minderwertiges Abfallprodukt der Fettverarbeitung.
Was sind Grieben überhaupt?
Grieben entstehen beim Auslassen von tierischem Fett. Dabei wird Fettgewebe stark erhitzt, um das eigentliche Fett herauszuschmelzen. Übrig bleiben trockene, ausgebratene Rückstände aus:
- Fettgewebe
- Hautresten
- Bindegewebe
- kleinen Fleischpartikeln
- verbrannten Eiweißresten
Das sind KEINE hochwertigen tierischen Bestandteile und schon GAR KEINE sinnvolle Grundlage für Hundeernährung.
Grieben sind schlicht das, was nach der Fettgewinnung übrig bleibt.
Warum Grieben keinerlei Wertigkeit besitzen
Ein häufiger Irrtum ist die Vorstellung, alles Tierische sei hochwertig für Hunde. Genau das stimmt nicht.
Durch die starke Erhitzung werden viele empfindliche Bestandteile zerstört. Grieben liefern praktisch:
- keine relevanten Vitamine
- keine hochwertigen Nährstoffe
- keine biologisch sinnvollen Fettsäuren
- keine hochwertige Proteinquelle
Was bleibt, ist hauptsächlich:
Fett, verbrannte Rückstände und billige Füllmasse.
Dass Hunde solche Produkte oft gerne fressen, liegt am intensiven Fett- und Röstaroma — nicht an irgendeiner besonderen Qualität.
Billigste Resteverwertung statt artgerechte Ernährung
Grieben landen vor allem deshalb im Hundefutter, weil sie extrem billig sind. (=Abfallverwertung)
Sie ermöglichen Herstellern:
- billige Produktion
- künstliche Schmackhaftigkeit
- höhere Gewinnmargen
Vor allem in minderwertigen Futtersorten oder Billig-Kauartikeln findet man solche Zutaten regelmäßig.
Mit hochwertiger Hundeernährung hat das nichts zu tun.
Denn ein Hund profitiert von:
- frischen tierischen Bestandteilen
- hochwertigem Eiweiß
- naturbelassenen Zutaten
- sinnvoll zusammengesetzten Nährstoffen
aber sicher nicht von ausgebrannten Reststoffen der Fettindustrie.
„Früher hat man alles verwertet“ ist kein Qualitätsmerkmal
Dieses Argument wird gerne romantisiert. Ja, früher wurde nahezu alles vom Tier genutzt. Das lag aber an Ressourcenknappheit — nicht daran, dass jeder Rest automatisch gesund oder wertvoll gewesen wäre.
Nicht alles, was verwertet werden kann, gehört deshalb sinnvollerweise in den Futternapf.
Daher
Grieben sind kein „traditionelles Superfood“ und keine unterschätzte Energiequelle. Sie sind ein minderwertiges Neben- beziehungsweise Abfallprodukt der Fettverarbeitung, das aus ernährungsphysiologischer Sicht keinen sinnvollen Platz in hochwertigem Hundefutter hat.
Wer seinen Hund wirklich hochwertig ernähren möchte, braucht keine ausgebrannten Fettreste im Napf.
Wenn du deinen Hund gesund und artgerecht ernähren möchtest, helfe ich dir gerne dabei, die passende Fütterung für deinen Hund zu finden. Denn auch beim Hund gilt:
Du bist, was du isst.
Jetzt Termin für eine Futterberatung vereinbaren.

